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Dr. Peer Schmidt-Walther -sein jüngstes Buch                                                          "Erlebnisreisen auf Nord- und Ostsee!"
Ein Teil der See-Geschichten aus diesem interessanten Buch sind hier schon veröffentlicht. Einige Episoden werden hier noch veröffentlicht, aber nicht alles . Das würde sonst die Spannung auf das gesamte Buch entschärfen.
Rezension aus der "Ostsee-Zeitung"       Von Doreen Breitenfeldt               Stralsund – Das alte Haus im Heilgeistkloster, das ist das eine Zuhause von Dr. Peer Schmidt-Walther. Das zweite ist das Meer: vor allem Ost- und Nordsee, doch auch Atlantik, Pazifik oder Mittelmeer. Etwa die Hälfte des Jahres, schätzt der Wahl-Stralsunder, ist er mit einem Schiff unterwegs. Schon seit vielen Jahren verarbeitet er seine Eindrücke und sein Wissen in Büchern und hat sich längst eine Fan-Gemeinde „erschrieben“. In diesem Frühhjahr ist pünktlich zur Leipziger Buchmesse sein 14. Werk erschienen: „Erlebnisreisen auf Nord- und Ostsee. Unterwegs mit Frachtern, Fähren, Seglern und Hausbooten“ heißt das 184 Seiten starke Buch, das im Koehler-Verlag erschienen ist. „Das Buch ist eine Anknüpfung an ‚Frachtschiffreisen’“, erklärt der 67-jährige Autor. Von dem 2010 erschienenen Buch ist bereits die zweite Auflage erhältlich. Auch in seinem neuen Werk nimmt Peer Schmidt-Walther seine Leser mit auf die unterschiedlichsten Reisen. Er lässt sie zum Beispiel an Bord des Stralsunder Frachters „Fredo“ Platz nehmen und stellt ihnen einen kleinen Teil Skandinaviens vor. Denn als das Schiff 1600 Tonnen Rapsschrot aus Vorpommern nach Mittelschweden brachte, war der Schifffahrtsjournalist aus der Welterbestadt dabei. Peer Schmidt-Walther vereint Fakten und Erlebnisbericht – und macht seinen Lesern so große Lust, selbst einmal eine der beschriebenen Reisen zu unternehmen. „Die ‚Fredo’, nennt er ein Beispiel, „kann jeder für 50 Euro am Tag buchen“. Auf Komfort wie auf Kreuzfahrtschiffen müsse zwar verzichtet werden, umso mehr jedoch bekommen die Passagiere vom Leben und Arbeiten auf dem Frachter mit. Peer Schmidt-Walther liebt das Ungewöhnliche. Und so war er dabei, als die als Theaterschiff bekannte „Ursula B.“ im Herbst 2010 Stralsund endgültig verließ und mit Schleppern nach Rostock gebracht wurde. Dort wartete bereits ein Metallbetrieb auf das Schiff, um es abwracken zu können. Wehmütig beschreibt der Stralsunder die letzte Fahrt der 47 Jahre alten „Ursula B.“. Immer wieder zieht es den Mann, der unter anderem auch als Gymnasiallehrer, Bewährungshelfer und Fernfahrer gearbeitet hat, auf Segelschiffe. So hat er auch eine Fahrt mit der niederländischen „Aphrodite“ im vergangenen Jahr im neuen Buch verewigt. Übrigens: Noch in diesem Monat wird die Brigg wieder einmal in Stralsund festmachen. Die Hansestadt ist seit Jahren fester Bestandteil der Törns. Manchmal findet sich Peer Schmidt-Walther aber auch auf richtig kleinen Booten wieder – auf Hausbooten. So beschreibt er eine Fahrt mit einem Hausboot auf der Themse, seinen Besuch auf dem Gut Windsor – und die Essensversorgung an Bord. Die Geschichten und Berichte, die sich in den Büchern des Autors wieder finden, schreibt er meist schon unterwegs nieder; dann, wenn die Eindrücke noch ganz frisch sind und er das Meer rauschen hört und die Seeluft in der Nase hat. „Wenn ich unterwegs bin, habe ich meinen Laptop immer dabei.  Ich kann nicht zu Hause alles nachbereiten, so ist es viel authentischer. Und außerdem vergesse ich sonst vieles. Jede Reise ist eine Arbeitsreise.“ Mit Reisen Geld verdienen? Eine tolle Sache! Doch Peer Schmidt-Walther winkt ab. „Viel Geld bringt das nicht. Bücherschreiben ist kein Job, mit dem man reich werden kann.“ Dennoch ist längst das Manuskript für das 15. Buch fertig. Im Herbst wird es erscheinen und von Flusskreuzfahrten handeln.
Vorwort zum Buch Seereisen »vor der Haustür« sind gefragter denn je – das ist allein schon daran abzulesen, dass immer mehr Kreuzfahrtschiffe Ost- und Nordseehäfen anlaufen. Das hat verschie- dene Gründe. Aus der Sicht von Passagieren einen entscheidenden: Man braucht keine langen An- und Abreisen auf sich zu nehmen. Wer erst eine Nacht fliegen muss, benötigt Zeit, um sich zu regenerieren. Möglicherweise auch mit Zeit- und Klimaunterschieden. Das geht eindeutig zulasten erholsamer Urlaubstage. Genau das ist der springende Punkt. An »unsere« Meere grenzen die unterschiedlichsten Länder. Ihre Geografie, Geschichte und Kultur näher kennenzulernen lohnt sich sehr. Wer das eine oder andere später vertiefen möchte, kann das ohne großen Aufwand. Europa ist zwar groß, aber für uns auch relativ problemlos und kostengünstig zu bereisen. Das vorliegende Buch will und kann kein Reiseführer sein – dafür gibt es spezielle Literatur –, sondern Möglichkeiten aufzeigen: ob ganz in der Nähe oder in weiterer Ent- fernung. Möglichkeiten, die ich für Sie schon mal ausgekundschaftet habe. Da dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Zwischen schlicht und einfach bis hin zu luxuriös ist alles drin. Hausboote, Frachter, Fähren, Eisbrecher und Segelschiffe sind darunter, klei- ne und große, alte und neue. Wobei reine Hochsee-Kreuzfahrten bewusst ausgelassen wurden (dazu gibt es genügend Spezialliteratur). Kurioses und Wissenswertes gehört auch dazu, sozusagen als »Blick über die Suppenschüssel«, der manch einen vielleicht staunen lässt: eine »Marine-Kreuzfahrt« nach Russland, die Arbeit auf einem Lotsen- tender oder ein U-Boot-Tauchgang. Für zahlende Passagiere ausgeschlossen, aber dennoch im Zusammenhang mit Erlebnisreisen auf Nord- und Ostsee durchaus wissenswert und spannend. Als Schifffahrts- und Reisejournalist macht es mir Freude, Ihnen das alles entsprechend »verpackt« zu schildern – und natürlich auch durch viele Fotos »appetitanregend«  zu präsentieren. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Anschauen, Lesen und Nachmachen! Ihr Peer Schmidt-Walther