Hochseefischer Welt
Fahrzeitberichte
Wahre Erlebnisse an Bord der Fischereischiffe der DDR
     erzählt von Lothar Kutsche
"Der Holzbock" Lothar Kutsche Hallo Allerseits ! Ich möchte gar keine lange Weile aufkommen lassen und erzähle etwas vom gefangenem Fisch vor Afrika. Heute : der "Holzbock" ! Stöcker / horse mackerel. Erkannt ? Zu den Stachelmakrelen gehörender, artenreicher Fisch, der im Pelagial, seltener als Grundfisch lebt und Schwärme bildet. Er besitzt charakteristische vorstehende Schuppenschilder entlang der Seitenlinien ( Handelsname SCHILDMAKRELE ). Seine mittlere Länge beträgt 30 bis 40 cm Länge ( max 50 cm ). Er ist weltweit verbreitet in den subtrobischen und tropischen und gemäßigten Breiten. Sie wird als Frischfisch verwendet, oder zu Konseven - Räucherfischwaren und zu Fischmehl verarbeitet. Die Fischverarbeitung wird durch eine seitliche, in die Haut eingelagerte Panzerplattenlinie erschwert. Sein Fang erfolgt mit Schleppnetzen und Ringwaden. Hauptsächlich jagten wir die Schildmakrele vor Mauretanien, oder Namibia. Die Verarbeitung in der Schiffsproduktion erfolgte vorwiegend als Vmk -( verarbeitet mit Kopf ) , oder AoK ( ausgenommen mit Kopf ). Schmerzhaft waren ihre Afterstacheln und Rückenstacheln. Gerade an der Baader 33, wo der Fisch in Sekundenschnelle in die rotierenden Schalen eingelegt wurde, verletzte man sich öfters. Man schrie laut AAAUUU und schon gings weiter. Wenn der "Holzbock" frisch aus dem Räucherofen kam, schön gewürzt, konnte ich persönlich nicht genug davon bekommen. Lecker, lecker... Gerade unsere Matrosen konnten erstklassig räuchern. An Land in Rostock, ging der Räucherfisch "Holzbock" überhaupt nicht. Mehrmals sah ich ihn in der Fischauslage stehen. Obwohl Fisch knapp war in den DDR Binnen - Geschäften, Lust auf " Holzbock " an Land hatte ich nie. Aber die afrikanischen Staaten rissen sich nach unserer Schildmakrele. Ach ja, waren das Zeiten........Lothar
Meine erste Reise Erzählt von Lothar Kutsche       In der letzten Zeit habe ich mir viel Zeit genommen auf den Internetseiten der Hochseefischer zu stöbern. Immer wieder lese ich von Seemannsromantik und von der "schönsten Zeit in meinem Leben". Wie heißt es hier dann immer so schön? Die schlechte Zeit vergisst man, die gute Zeit bleibt ! Trotzdem möchte ich heute von meiner ersten Reise erzählen, die für mich die brutalste und härteste Zeit meines Lebens wurde. Im Schneewinter 1979 erfüllte sich ein Riesentraum für mich. Nach mehreren erfolglosen Bewerbungen hielt ich in Rostock-Marienehe endlich den so begehrten Heuerschein in der Hand. Hurra!! Auf dem Heuerschein stand: ROS 317"Junge Garde". Ich ging zur Pier und sah das unglaublich große Schiff. "Wau...!"  Ich stieg die Gangway hinauf. Sofort wurde mir eine Kammer zugewiesen. Mein Kammerkollege war ein alter Seefuchs, namens Timm oder Tamm.  Schade, das ich nur eine Reise mit ihm fuhr, er war ein toller Kamerad.
Am 10. Januar gegen 13.00 Uhr hieß es "Leinen los". Ziel war die norwegische Küste, entlang bis Höhe Narvik. Bis zum Kattegat ging alles gut. Ich wurde mit einigen anderen neuen Kollegen zur Reinigung der Laderäume eingeteilt . Nachts, im Skagerrak, wurden fast alle neuen Landratten heftig seekrank. Im Laderaum teilten sich 10 Mann eine Pütz, um ihren Magen ordentlich umzukrempeln. Ich flüchtete schwer taumelnd an Deck. Vollmond, wolkenloser Himmel und eine gewaltige Dünung. Frische Luft - Herrlich ! Meine Seekrankheit bekam ich langsam in den Griff. Dann begann die Fischerei! Ja, das machte (noch) Spaß. Rotbarsch,weißer und schwarzer Heilbutt , Katfisch, Seeteufel, was will man mehr. Doch plötzlich tauchte die norwegische Küstenwache auf. Vorbei war`s. Für mich unverständlich, aber binnen 24 Stunden hatten wir Norwegen zu verlassen. Neues Ziel: die Labradorküste von Kanada. Die Überfahrt dorthin über den Atlantik war erstaunlich ruhig. Am 08.Februar 1979 erreichten wir die eisige Küste. Jetzt wurde alles anders. Sofort ging’s los. Fisch, Fisch, Fisch, von den Zubringertrawlern ohne Pause, gnadenlos! Kabeljau und schwarzer Heilbutt, manchmal so groß wie wir selbst. Der Fisch war eiskalt. Die Hände schwollen an und die Finger sahen später aus wie Kartoffeln. Vom Salzwasser waren die Innenseiten der Arme die Haut fast weg geätzt, so dass die Schmerzen unerträglich wurden. Neben mir kontrollierte der Produktionsleiter Hirschmann meine Arbeit nach Schnelligkeit mit der Stoppuhr, bei Androhung von bis zu 20% Lohnabzug bei Nichteinhaltung der Bordnorm für die Fischverarbeitung. Trotz höllischen Schmerzen in den Händen von der Kälte, schaffte ich diese Norm. Am 10.03.79 die erste Fischpause. Alles schlief in den Kojen vor Erschöpfung. Ich nicht, denn ich war eingeteilt zur Lukenwache. Meine Müdigkeit wollte ich an Deck bei eisigem Wind bekämpfen. Die "Junge Garde" fuhr durch ein Eisfeld, so weit das Auge reichte Eis, Eis, Eis...! Die teilweise riesigen Eisschollen krachten an die Außenhaut des Schiffes, was sich unter Deck äußerst bedrohlich anhörte. Der Produktionsleiter und mein Produktionsmeister Dröse hatten dann doch Mitleid mit mir und schickten mich schlafen. Diese Reise auf dem Transport- und Verarbeitungsschiff ROS 317 "Junge Garde" hatte nun wirklich nichts mit Romantik der Seefahrt zu tun. Nach 127 Tagen auf See war meine erste Reise Geschichte. Mit zerschundenen Armen und Händen liefen wir an einem Sonntag in Rostock ein. An der Mole in Warnemünde standen viele Familienangehörige und winkten uns beim Einlaufen zu. Die meisten Neulinge kündigten nach ihrer ersten Reise wieder. Offensichtlich war ihnen diese Art von Romantik nicht so recht bekommen, oder sie hatten sich was anderes unter „Fischerei und viel Geld“ vorgestellt. Herr Hirschmann und Herr Dröse fragten mich, ob ich auch kündigen wolle. Meine Antwort kurz und knapp: NEIN. Viele Freundschaften wurden während dieser Reise geschlossen. Dietmar "Zwicke" Barth aus Zwickau und Günter "Schwede" Schwedesky aus Angermünde sollte ich auf meiner 2. Reise wiedersehen. Mit ROS 331 "Ludwig Turek" ging es dann nach Afrika, in die Walvis Bay nach Namibia. Meine Eltern, die sehr, sehr gegen meine Seefahrt waren und den Schneewinter als böses Omen werteten, waren aber jetzt richtig stolz auf mich. Nur 18 Tage Freizeit, dann hob die IL 62 in Berlin-Schönefeld, Richtung Luanda/Angola ab um dort auf unser Schiff zu kommen . Das ist aber eine bessere Geschichte, denn wir machten dort richtig Geld. Viele Grüße an alle die dabei waren von PA Lothar Kutsche
.. von einem Souvenir aus Angola und einem BA in Luanda Erzählt von Lothar Kutsche  Es ist Zeit mal wieder von einer Episode zu berichten. An einer Bilderkollektion arbeite ich noch. Wir sind wieder in Luanda / Angola, nur Wochen nach unseren Fußballspiel gegen den sowjetischen Trawler " Saturn " ( ich berichtete darüber ) Ich glaub, es war der 26.04.1986, der Tag des BA`s , kurz : es ging heim ! Aber ohne Souvenir ? Für 17 :00 Uhr war die Ankunft der Austauschbesatzung avisiert. Gegen 08:00 Uhr sollte es noch einmal zum Strand gehen." Habt ihr Lust ? " fragte uns der Kapitän. Und ob ! Mit einem W 50, gestellt von einem DDR Stützpunkt der IFA in Luanda, ging es schon 40 Minuten später in Richtung Strand. Angola war zu dieser Zeit ein gefährliches Pflaster. In den Straßen von Luanda begegneten wir Panzerfahrzeuge aus Kuba und  Angola. Im Hafenbecken selbst patrouillierten kleine Militärboote, die aller 5 bis 10 Minuten Handgranaten ins Wasser warfen, um Anschläge von Rebellen und Kampftauchern zu verhindern. Wenige Wochen zuvor gab es ein Anschlag mit Haftminen auf ein Schiff der DSR. Die Strände  von Angola sollten einst zu den schönsten der Welt gehört haben. Aber das war wohl während der portugiesischen Kolonialzeit . Am Strand angekommen, hatte ich eine Idee, wie ich zu meinen Souvenir kommen könnte. Eine Kokosnuss ! Ich weihte meinen Freund, Kamerad und Gitarrenspieler Manfred Schwendler ein, nämlich : Um mein Ziel zu erreichen, musste ich ins Landesinnere, denn am Strand lagen keine Früchte herum. Er stimmte zu. Alles stürzte jetzt in die Fluten. Wir verließen jedoch unsere Kameraden, was sehr gefährlich und sehr unvernünftig war. Zuerst mussten wir ein Hindernisparcour von Opuntien (Kakteen) überwinden. Dann folgte dichtes hohes Gras (2 - 3 m).Die riesigen Kokospalmen vor Augen, wollte dieser Marsch einfach nicht enden. Als wir gerade umdrehen wollten, erreichten wir eine Lichtung. Eine Siedlung aus ärmlichster Behausung. Wir traten langsam an die Leute heran. In der Hand hielten wir einen Beutel voll mit Seife, Deos und Zigaretten, der Marke Semper. In Angola, ja sogar beim Zoll dort, hatte man immer "Schmierware" dabei, wenn ich das mal so sagen darf. Die Leute sahen uns an, als wären wir gerade vom Himmel gefallen. Nach einer kleinen Musterung durch die Eingeborenen, zeigte ich mit den Fingern nach oben in Richtung der Kokosnüsse. Gleichzeitig überreichten wir unsere "Geschenke" einer älteren Frau. "Verstehen die, was wir wollen?" fragte mich Manfred misstrauisch. Die Frau ging in eine der Hütten. Wir sahen bis dato nur Frauen und Kinder.- Jetzt trat aus der Hütte ein kräftiger großer Bursche hervor. Mit ernsten Blick kam er auf uns zu. In der Hand eine Machete. Meine Beine fühlten sich an wie Pudding. Entschlossen zeigten wir hinauf auf unsere Begierde und überreichten ihm zudem noch ein Feuerzeug und 10 Schachteln Semper. Hoffentlich kann er damit etwas anfangen grübelte ich, denn sein Interesse galt der Seife. Nun ja. Zack, zack und rucki zucki kletterte er geschwind den Baum/Palme hinauf. Gute 10 m sind das, dachte ich mir, während die Kokosnüsse zu Boden fielen. Danach gab es nur noch eine Handlung : Danke sagen und Beine in die Hand. Wir rannten was das Zeug hielt und konnten die Brandung hören, als plötzlich eine laute energische Stimme uns stoppte. Stopp !!! Vor uns baute sich ein kubanischer Soldat auf:  "Hands up" schrie er zum wiederholten Mal. Aber in der Hand hielten wir doch unsere Kokosnuss. Er fuchtelte mit der MPi Kalaschnikow vor uns rum. Glaubte er doch, wir sind Rebellen aus Namibia, oder Südafrika. "Wir Alemannia Demokratica" riefen wir heftig zurück und zeigten in die Richtung, wo unsere Jungs noch beim Baden waren. Es dauerte schon eine Weile ihn von der Wahrheit zu überzeugen. Immer wieder schaute er auf meine Kokosnuss und meinte dann: "Oooh gut, Alemannia Demokratica, ooooh guuut...". Wir erreichten fast unbemerkt unsere Kameraden am Strand. " Mein lieber Mann hatte ich ein Schi...."  gestand Manfred." Na warum bist Du denn nicht gleich weggelaufen?" fragte ich. Antwort zurück: "Weil Du nicht weggelaufen bist...! " -- 17:00 Uhr dann BA ! Die Jungs von zu Haus kamen pünktlich. Ich hatte gerade die Funktion der Gangwaywache übernommen, als plötzlich mit der ATB ein alter Freund aus meiner Lehrzeit aus Halle auftauchte."Hey Matthias"!( Kellner) Die Welt ist doch so klein ! – Aus heutiger Sicht wäre so eine Unvernunft wie damals nicht denkbar. Den Namen meines Kapitäns habe ich extra nicht genannt. Er könnte mir diese Aktion beim nächsten Hochseefischerball in Rostock im Nachhinein vielleicht mit einer geballten Faust kommentieren. In Mauretanien warteten wir einmal beim BA auf unser`n Flieger, der... Das erzähle ich später einmal. Viele Grüße an alle Seeleute und Seeleute a.D. von Lothar Kutsche. Ein Proddi konnte sich auf einer Reise sehr langweilen, dann nämlich wenn totale Fischflaute herrschte.   So geschehen 1987 vor Clouchester / USA.Wir lagen vor der Küste Massechusetts. Die einheimischen Fischer sollten den Fisch fangen und wir hatten ihn dann zu verarbeiten. Makrele oder Hering. Beifang Seehecht. Nun lagen wir also da und warteten auf Fisch. Nichts passierte, tagelang, wochenlang. Also langweilten wir uns. Wir hatte genug Farbe gewaschen und somit wurde es eine Knüpfreise, wie es Ossi so schön formulierte.Der Grund warum wir "arbeitslos" unter Deck waren, fanden die Offiziere schnell heraus, als sie eine amerikanische Lokalzeitung in den Händen hielten. Darin wurden die Fischer in Clouchester aufgerufen uns nicht mit Fisch zu beliefern. Die DDR-Hochseefischer sind in Wirklichkeit alles ausgebildete Spione und überzeugte Kommunisten. Nochmal : Kein Fisch den Ostdeutschen !! Und was taten wir ? Wir ließen uns vom amerikanischen Musiksender Boston 66 mit Musikvideos vom Feinsten berieseln. Peter Gabriel, Big Country, David Lee Roth, Berlin u.s.w. liefen über die Mattscheibe. Unser Politoffizier fand das garnicht gut, aber er fügte sich den Massen, die vor der Glotze saßen. Doch die Ami's waren ein neugieriges Volk. Zuerst wurde das Bier getauscht. So ließ der Kapitän einen Kasten Hafenbräu nach dem anderen an die vielen Seglern aushändigen und erhielt im Gegenzug Budweiser. Sie kamen immer wieder und schließlich war die ROS 337 eine kleine Attraktion im Hafen von Clouchester.                                 ROS 337 als Familienausflug. Und dann passierte es, der erste Fisch war da ! Vollkommen ungewohnt für uns Proddis. Doch habe ich bei der Fischverarbeitung selten erlebt, das die Jungs bei der Arbeit lachten und laut sangen. Naja, schwarzer Humor, denn Geld war auf dieser Reise eh nicht mehr zu verdienen. Bei aufkommenden Sturm, packten die Ami's ein und wir saßen wieder vor der Glotze. Doch zwischendurch ging es einmal zurück zum Raykijanes-Rücken auf Rotbarsch. Doch dieser war klein und der größte Hol lag bei 500 Korb. Also zurück nach Clouchester und die Knüpfmatten raus. Dennoch bekamen wir jetzt immer mehr Fisch und einmal schafften es die amerikanischen Jungs unsere vier Bunker zuzusch..ßen. Donnerwetter ! Übrigens, Clouchester war auch der Heimathafen der "Andrea Gail", einem Schwertfischtrawler, der am 31.10.1991 vor der Ostküster der USA ( New England ) sank.Schuld daran war der Jahrhundertsturm "Grace". Alle 6 Seeleute kamen damals ums Leben. Bekannt wurde dieses Ereignis durch die Verfilmung von Petersens "Der Sturm". - Bis zur nächsten Erinnerung                           Lothar Neben harter Arbeit gab es auch unvergessliche Erlebnisse in der Freizeit! Der Internethochseefischer führt eigentlich die Tradition fort, die im "Haus der Hochseefischer ",  kurz Höhle, gepflegt wurde. Wenn Besatzungen nach Hause kamen, wurden hier in der "Höhle" die Erlebnisse bei einem "Hafenbräu" verarbeitet. 1986 auf der "Kurt Barthel". Meine letzte Reise auf der "KuBa" und meine letzte Reise nach Afrika. Wir lagen im Hafenbecken von Luanda/Angola. Grund war eine Maschinenreparatur, die nicht bei Seegang durchgeführt werden  konnte. Wir machten neben dem sowjet. Trawler "SATURN" fest. Bei ihnen an Bord entspanntes Leben. Sie spielten an Deck Volleyball, oder sie spielten Schach. Im Hafenbecken eine riesige Fregatte aus der SU. Kaum waren die Leinen fest, forderten sie uns schon zum sportlichen Kräftemessen heraus. Ein Sportplatz in Luanda war schnell gefunden. Schon am Abend gab es den ersten Vergleich im Volleyball. Nun ja, nach 5 Sätzen gingen wir abgewatscht mit   0 : 5 zurück an Bord. Gelächter ! Jetzt sollte ein Fußballspiel folgen. Es fand sich auch hier schnell ein Team. Aber viele hatten davon abgeraten. Macht das nicht, wir gehen gegen die Profi`s mindestens zweistellig unter." Die Nacht brach herein. Der südliche Sternenhimmel war atemberaubend schön. Fast im Zenit das "Kreuz des Südens", daneben der Halleysche Komet, der nur auf der südlichen Halbkugel beobachtet werden konnte, und am Horizont lag mein "Skorpion".- Am folgenden Tag sollte die Stunde der Wahrheit kommen. Am Morgen hatte es etwas geregnet. Vor dem Spiel wurde ich im Tor von meinen Jungs eingeschossen. " Oh weh " stöhnte Schlossermeister Ehrenfried Ludwig, als er sah, dass alle Schüsse im Tor landeten." Das werden mindestens 10 Stück heute." Unser Schiedsrichter war ein Angolaner. Das Spiel begann. Die Stars aus der SU in Einheitskleidung, rot-weiß und alle hatten Sportschuhe an. Wir wild durcheinander und z.T. barfuß !.Das Spiel begann so, wie erwartet. Sie beschossen mein Tor aus allen Lagen. Unsere Spieler wurden förmlich überrannt. Pfosten, Latte, auf der Linie, aber ihr Tor sollte nicht fallen. Halbzeit 0 : 0 !!! Wir waren happy ! Hinter meinem Tor eine große "Fangemeinde" von angolanischen Kindern. Ich brauchte meinen Ball nicht aus den Matsch holen. Mein Gegenüber im Tor stand allein, ohne "Fans". Die angolanischen  Zuschauer standen voll hinter uns. In der 2.Halbzeit wurden wir frech. Jetzt kämpften wir wie die Löwen. Die  Saturnspieler schrien sich untereinander an. Es lief nicht mehr so wie sie es gern hätten . Jetzt, jetzt, jetzt !!! Wieder vergaben wir Riesenchancen. Die Zuschauer tobten. Die Sensation ist so nah ! 89.Minute, Konter der Sowjets. Zwei Spieler tauchen vor mir auf. Doppelpass---Tor--- aus !!! Mann, hab ich mich geärgert ! Die ROS 332 hat Charakter gezeigt. Alle waren wir platt und hatten überall offene Wunden. Ich schwöre Euch, das 2.Spiel hätten wir mit Sportschuhe gewonnen ! Am nächsten Morgen waren wir wieder auf den Fangplatz Namibia. Diese Erinnerung kann mir keiner mehr nehmen. Gruß Lothar  
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