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Museumslandschaft in der Hansestadt Rostock Entscheidungssuche am 24. September 2017                         Von Kapitän Günther Kröger, Autor und Verleger/ Mitglied des                                      Arbeitskreises Hochseefischerei Rostock e.V. Einige Gedanken, die ich vorausschicken möchte: Die Rostocker Museumslandschaft ist seit Jahren ein Stiefkind der Rostocker Bürgerschaft. Das spürten die Bürger in Rostock, die vielen Touristen und vor allem wir als ehemalige Rostocker Hochseefischer. Das maritime Erbe aus der Hochseefischerei wurde in den Museen immer wieder verdrängt und umher geschubst. An eine neue Heimat dachten wir mit unserer Ausstellung auf dem Traditionsschiff oder bei der Sozietät in der August-Bebel- Straße. Auch im Rostocker Fischereihafen, unsere eigentliche Heimat, war für uns keine Bleibe. Das Management hatte vergessen, dass sie selbst jahrelang mit den Hochseefischern im Fischkombinat arbeiteten. Nun sind wir froh, dass wir in der Sozietät, in der August-Bebel-Straße, einen kleinen Raum für eine bescheidene Ausstellung nutzen können. Der Arbeitskreis Hochseefischerei Rostock e.V. und Mitglieder des Förderkreises Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum in der Hansestadt Rostock setzen ihre ganze Kraft dafür ein, dass die ehemalige Hochseefischerei, die zu DDR-Zeiten mit die Wirtschaft in der Hansestadt bestimmte, mit ihrem maritimen Erbe erhalten und am Leben bleibt. Es muss was geschehen und es scheint, es bewegt sich etwas. Entscheidungen für die Zukunft? Die Rostocker Bürger sollen am 24. September, parallel zur Bundestagswahl, in diesem Jahr eine Entscheidung zum Maritimen-Erlebnis-Zentrum in der Hansestadt, einschließlich der Verlegung des Traditionsschiffes in den Stadthafen, treffen. Zur Entscheidung steht, bleibt das Traditionsschiff im IGA Park oder wird es in den Stadthafen mit den übrigen dort vorhandenen historischen Ausstellungsstücken verlegt.Eingebunden, so habe ich herausgelesen, ist gleichzeitig der Bau eines Edutaiment-Center (MEZ), welches alle Formen und Angebote im Kultur- und Freizeitbereich, also Unterhaltung und Bildung verbinden soll.  Die Verwaltung der Stadt Rostock legte dazu ein Pro und Contra Papier vor. Auch mir liegt dieses Papier vor. Es tendiert zur Verlegung des Traditionsschiffes in den Stadthafen. Einbegriffen werden sollten auch alle anderen historischen Ausstellungsstücke aus dem maritimen Bereich. Auch ich würde mich für den Standortwechsel des Traditionsschiffes in den Stadthafen entscheiden. Es sollte aber ein kompletter Umzug mit allen maritimen Ausstellungsstücken sein. Auch ein - Ja – von mir zu einem Edutaiment-Center, auch wenn noch einige Jahre bis zur Fertigstellung ins Land ziehen würden. Fordern würde ich, dass die ehemalige Rostocker Hochseefischerei angemessen, sowohl auf dem Traditionsschiff als auch in dem Center, mit ihrem maritimen Erbe integriert wird. Diesen Stadtpunkt und meine Forderung möchte ich erläutern: Fast mein ganzes Arbeitsleben verbrachte ich im Fischkombinat Rostock. Meine berufliche Entwicklung war eingebettet in der Entwicklung der Hansestadt Rostock. Durch meine Arbeit in der Rostocker Hochseefischerei habe ich die Hansestadt Rostock immer würdig vertreten. Wir wurden international geschätzt und besaßen hohes Ansehen in maritimen Kreisen. Rostock war schon zu DDR-Zeiten eine attraktive Stadt und Anziehungspunkt für die Touristen aus dem Land. Nach der Wende wurde Rostock noch schöner, attraktiver, sehenswürdiger, liebenswerter und begehrter für die Touristen und für die Einwohner selbst. Die Sehenswürdigkeiten, wie die Universität, die Kirchen, allen voran die St. Marienkirche, das Kloster zum Heiligen Kreuz, das Rathaus, das Steintor und das Kröpeliner Tor, der Stadthafen, all die liebevoll restaurierten alten Häuser in der Stadt und die vielen entstandenen neuen Gaststätten und maritimen Kneipen.Geprägt wird Rostock vor allem durch seine Lage am Meer mit dem Seebad Warnemünde. Und nicht vergessen, um Rostock herum gibt es viele spannende Ausflugsziele, die zum Verweilen einladen. Verweilen und entspannen kann man in Rostock und Warnemünde in vielen alten Kneipen und wunderschönen Restaurants. Die Hansestadt Rostock hat sich zur Wirtschaftmetropole des Nordens unseres Landes entwickelt. Fähren und Kreuzschiffe prägen das Bild in Warnemünde.Rostock wächst und entwickelt sich rasant auch in den kommenden Jahren. Der Touristenstrom gen Norden wird weiter anhalten und die Rostocker Einwohner, sowie die Randgebiete werden von ihnen gefordert und sie werden bestehen. All diese positiven Aspekte lassen uns aber nicht übersehen, dass die Verantwortlichen der Hansestadt Rostock, vor allem die Bürgerschaft, viele offene Baustellen hat, die sie nicht entsprechend beurteilen und demnach auch nicht die richtigen Schwerpunkte setzen. Die Museumslandschaft in der Stadt ist so ein dominierender  Schwerpunk, der richtig angegangen, das wirtschaftliche Dilemma auf diesem Gebiet beheben könnte und zukunftsträchtig dem Touristenstrom in die Stadt mit seinem Stadthafen merklich beleben würde.Das neue Pro-Contra Papier kann ein Schritt in die richtige Richtung weisen. Geben wir doch zu, der Stadthafen ist trotz seiner vorzüglichen Lage mit den Schiffen, ob groß oder klein, den Restaurants und den anderen Einrichtungen immer noch ein etwas, ich möchte sagen, nicht voll ausgeschöpftes Areal in dem eine wirkliche Attraktion fehlt. Er wird wohl durch die Hanse Sail wirklich voll belebt. Tausende Einwohner und Touristen drängeln jedes Jahr am Kai und bestaunen die Segler und ihre Besatzungen. Dort ist an diesen Tagen immer Trubel durch die vielen Neugierigen angesagt. Ist dieses Ereignis vorbei verflacht der Touristenstrom. Ein Traditionsschiff, andere maritime Ausstellungsstücke und natürlich das angedachte MEZ würden ein wahrhaftes Anziehungsziel für die Einwohner und Touristen werden.Wer den IGA-Park kennt, wer Rostocker ist, kennt dort die Lage und seine Erkennbarkeit. Nicht viele Touristen finden den Weg zum Traditionsschiff. Mit 40.000 Besuchern ist schon hoch gepokert. Nach der Gartenbauausstellung haben die Bürgerschaft und die Verantwortlichen des IGA-Parks diesem Areal keine Zukunft ermöglicht. Ein eindeutiges Versäumnis. Ich denke alles spricht für die Verlegung des Traditionsschiffes mit den anderen Ausstellungsstücken in den Stadthafen. Doch was wird wirklich passieren, was wird entschieden? Wenn die Rostocker Bürger sich für einen Standortwechsel entscheiden, dann ist die Rostocker Bürgerschaft gebunden und muss den Entscheid umsetzen.Schon jetzt gibt es in der Bürgerschaft vielseitige Standpunkte. Der Bürgermeister ist für eine Verlegung. Die Fraktion der SPD ist dagegen. Die CDU ist geteilter Meinung. Die Verwaltung des IGA-Parks ist natürlich dagegen. Die Linke ist ebenfalls unterschiedlicher Meinung. Die UFR ist für den Stadthafen. Die Grünen meinen, die Bürger der Stadt sollen entscheiden. Ich denke, es werden nicht einfach 10 Mio. Museumsteile von A nach B verschoben, es geht um die Stabilisierung und grundlegende Attraktivitätssteigerung der Rostocker Museen. Es geht um die Erhöhung der Attraktivität des Stadthafens und letztendlich um eine für den Touristen und den Einwohnern erweiterte Gestaltung des Kultur- und Freizeitangebotes–um Unterhaltung und Bildung für den Menschen. Jetzt sind die Rostocker Bürger gefragt, sie sollten der Verlegung zustimmen.   Traditionsschiff in den Stadthafen von Kapitän Günther Kröger Am 13.07.2017 informierte die Rostocker NNN über einen Info-Text zum Bürgerentscheid am 24. Sept. 2017. Auf diesen Textentwurf habe ich mich in meinem Standpunkt bereits bezogen. Interessant ist, dass man in diesem Artikel einiges über die Haltung der Bürgerschaft entnehmen kann. Es hat den Anschein, dass man die Bürger der Stadt Rostock hintergehen will und durch Verzögerungen die eventuelle Entscheidung der Verlegung des Traditionsschiffes und der anderen Ausstellungsstücke in den Stadthafen hintergehen möchte. Nichts anderes bedeutet die Änderung der Formulierung: „Dieser Bürgerentscheid ist bindend und ersetzt eine Abstimmung in der Bürgerschaft“   in „An das Ergebnis des Bürgerentscheids ist die Bürgerschaft gesetzlich zwei Jahre gebunden“. Außerdem strichen sie Angaben zum Maritimen Erlebniszentrum und der Maritimen Meile. Sie sind der Meinung, diese beiden angedachten maritimen Einrichtungen sind nicht Gegenstand der Entscheidung der Rostocker Bürger. Die Verlegung des Traditionsschiffes und der anderen Ausstellungsstücke würde wohl fast 30 Mio € kosten. Die Kosten für das maritime Erlebniszentrum und der Maritimen Meile kann ich nicht beziffern. Die Rostocker Bürgerschaft, sicherlich nicht alle, möchten in ihrem alten Stil weitermachen,und sagen, diese finanziellen Mittel kann man an anderer Stelle ebenfalls gebrauchen. So werden sie  ihre kulturellen Hausaufgaben niemals lösen und die Museumslandschaft, das Theater und anderes würden weiter im Argen liegen. Ich würde ja noch verstehen, wenn sie sich entscheiden 2018 bauen wir ein neues Theater und 2019 und danach nehmen wir uns das Traditionsschiff und den Stadthafen, eingegliedert die Museumslandschaft vor. Mein Standpunkt bleibt der alte, ich denke dabei an die Zukunft. Die Erhöhung der Attraktivität des Stadthafens ist eine absolute Notwendigkeit. Für die Museen in Rostock müssen in diesem Zusammenhang Voraussetzungen geschaffen und Entscheidungen getroffen werden. Ich denke und hoffe, die Rostocker Bürger lassen sich nicht irretieren und stimmen für die Verlegung des Traditionsschiffesund der Schaffung der Voraussetzungen für die Stabilisierung der Museumslandschaft.  
Kapitän Günther Kröger hat seinen Standpunkt zur Verlegung des Traditionsschiffes             und dem Pro - Contra-Papier der Rostocker Verwaltung geschrieben.
Die Rostocker Museumslandschaft ist seit langem ein Stiefkind der Rostocker Bürgerschaft (Parlamentsmitglieder Stadt). Wir wurden mit unserem maritimen Erbe immer wieder verdrängt und sind jetzt froh einen bescheidenen Platz in der Sozietät zu besitzen. Nun soll aber etwas passieren und die Rostocker Bürger werden aufgerufen am 24. September, gleichzeitig mit der Bundestagwahl, über die Verlegung des Traditinsschiffes in den Stadthafen zu entscheiden. Alle ehemaligen Hochseefischer sollten diesen Standpunkt in allen Punkten unterstützen. Informieren wir unsere Freunde und Bekannte in Rostock darüber und nehmen damit Einfluss auf eine Entscheidung in unserem Sinne. Nachfolgend ist der Wortlaut des Schreibens von Kpt. Günther Kröger in all seinen Pukten zu lesen.