Hochseefischer Welt
Fahrzeitberichte
Falk Ubl berichtet über Hochseefischer-Begebenheiten   "Reisenotizen ROS 415 vor Afrika - Mauretanien Teil II!"     Stichpunkte auf einer Reise 1981-82 Teil II ROS 415 Heinz Priess vor Mauretanien -Tierarten aus dem Atlantik vor Mauretanien die auf ROS 415 gefangen wurden . -Meerbrassen Petersfische Haarschwanz Heringshaie ,Hammerhaie , verschiedene Tintenfische, Seesterne, Seeigel, Seewalzen, Tümmler, Einsiedlerkrebse, kleine und große Krabben sowie viele Kopffüßer, Fangschreckenkrebse, Quallen,  viele verschiedene Barscharten ,Makrelen, ,Igelfische, Flötenfische, Seeschlangen und noch vieles mehr kamen aus dem Atlantik. - Die verschiedenen Vogelarten wie Kormorane Möwen begleiteten die Schiffe auf dem Fangplatz . An bestimmten Tagen waren auf den Schiffen auch verschiedene Falter, Heuschrecken groß und klein ,Käfer wunderschön und auch verschie- dene Fliegen, manche so groß wie Streichhölzer auf unserem Schiff zu Besuch .. - Heimreise Nachdem die Fischerei eingestellt wurde begannen die Arbeiten an Deck und überall auf dem Schiff Klarmachen, Abrüsten, Rein Schiff Vorbereitung zur Heimreise Die alten Arbeitssachen flogen in die große Seekiste, Waschen Rasieren, Seesack oder Taschen und Koffer packen, noch mal Brückenwache und dann endlich Einlaufen in den Hafen von Noadhibuo in Afrika . - Warten auf das Flugzeug und auf die ersehnte Ablösung aus der Heimat. - unser Flugzeug kam in Mauretanien an … - Warten auf die Ablösung, aber die kommt nicht  mit der Maschine mit.. - Was war los? - Von Deutschland war der Flieger mit unserer Ablösung wegen starken Nebels auf einen anderen Flughafen in Russland notgedrungen ausgewichen . - Der Anschlussflug nach Mauretanien musste ohne die Ablösung aus Deutschland nach Mauretanien fliegen. - Es flog damals nur einmal in der Woche eine Maschine diese Flugroute nach Afrika . - Unsere Ablösung blieb eine Woche in Russland bis wieder ein Flug möglich war. Und wir … - Wieder Auslaufen zum Fangplatz aus dem Hafen von Noadhibuo. Aufnahme der Fischerei vor der Küste Afrikas noch mal für eine Woche … Zu Hause warteten die Angehörigen und dann noch mal eine Woche Nachschlag Über die Stimmung an Bord vor ROS 415 möchte ich lieber nicht schreiben. Nach einer Woche sind auch wir dann gut in der Heimat angekommen …
"Der Zoll auf ROS 311 macht ganze Arbeit!"   Stichpunkte einer Reise auf ROS 311 in Schottland . Eine Vielzahl von Rostocker Verarbeitungsschiffen lag in der Anat Bay vor Ullapool vor Anker und übernahm von den dortigen Fischern Hering und Makrelen. Wir hatten auf der „Rudolf Leonhard“ mächtig zu tun und in der Verarbeitung liefen die Maschinen auf Hochtouren. Natürlich halfen wir als Deckskollektiv, wenn an Deck nichts zu tun war. Nun waren die Bunker leer, es sah aus nach einer Fangflaute. Wir machten Reinschiff und wollten einen Ausflug in die Bergwelt von Schottland machen. Mit einem Schlauchboot setzten sie uns über an das steinige Ufer der Bucht und wir stiefelten in die Berge. Raus wollten wir, mal runter von unserem Schiff und was von der Natur sehen und auch mal wieder die Beine vertreten. Das Wetter war angenehm und die Sonne schien, zeigte sich von der besten Seite. Das Grün tat uns gut und wir wagten uns auch schon mal auf einen größeren Berg. Hier wollten aber unsere Seemannsbeine nicht so richtig mitmachen. Immer wieder sahen wir Schafe, die hier in der freien Natur weideten. Doch die Natur war fast unberührt. Das beeindruckte einen Hochseefischer schon. Wir wagten uns auf einen höheren Berg und wollten probieren, ob wir unsere Schiffe sehen konnten. Oben angekommen waren wir aus der Puste. Doch es hatte sich gelohnt. Wir sahen unsere Schiffe friedlich in der Bucht liegen und schauten wir ins Inland, dann breiteten sich kleine Täler mit grünen Wiesen und auch kleinen Seen vor uns aus. Wir suchten uns einen der vielen kleinen Seen aus und stiegen wieder hinab. Dort am See erfrischten wir uns im klarem Wasser. Es war einfach herrlich hier draußen in der Natur. Doch die Zeit drängte und wir machten uns auf dem Heimweg. Das Schlauchboot mit unserem Kollegen wartete schon. Es brachte uns zurück an Bord. Ich musste gleich den Film auswechseln, denn ich hatte doch eine Reihe Bilder von der wunderschönen Landschaft geschossen. Unser Ausflug blieb uns lange in Erinnerung. Am nächsten Tag machte uns ein leichter Muskelkater zu schaffen. Doch unseren Ausflug bereuten wir nicht. In Schottland damals wurde Klondiking also Fischerei ohne zu Fangen betrieben.Von schottischen und südwestenglischen Fischern wurde der Frischfisch Hering und Makrele abgekauft, und an Bord von Schiffen der DDR und anderer aus RGW Ländern sofort verarbeitet.Nach der langen Reise im Jahre 1983-84 war das Fang und Verarbeitungsschiff ROS311 unterwegs auf Heimreise von Ullapool in Schottland nach Glasgow. In Glasgow endlich angekommen im Hafen lag das Schiff dann am Kai und wartete auf die Abfertigung durch die Zollbeamten. Der Zoll kam an Bord, ging auf die Brücke führte Gespräche mit den Schiffsoffizieren, schaute sich etwas um und ging wieder von Bord. Nach einiger Zeit kamen vier junge Männer an Bord mit blauen Hemden und einen jeder länglichen Gegenstand (es waren Taschenlampen) in der Hand an Bord. Sie fingen schnell an das Schiff zu durchsuchen. Von der Brücke aus rannte ich in meine Kammer und warnte meinen Kollegen er steckte mir ein paar Stangen Zigaretten zu ,die ich in meiner Tasche schnell verstaute .Gerade rechtzeitig, die Tür flog auf und die Männer vom Zoll stellten unsere Kammer im Blitztempo auf den Kopf . Schränke flogen auf und wurden durchsucht und durchleuchtet Tische, Kästen, Taschen alles wurde durchwühlt, auseinander genommen, auseinander geschraubt und nichts wurde ausgelassen . In unseren Taschen fanden sie ein paar Stangen Zigaretten, es waren genauso viele Zigaretten wie sie für die Ausfuhr durch den Zoll erlaubt waren. Als sie bei uns in der Kammer nichts mehr fanden, knallten sie die Tür zu und es ging  weiter zur nächsten Kammer .Ich musste wieder auf die Brücke. Von da aus bot sich ein seltenes Bild, aus den Bulleys unseres Schiffes flogen im hohem Bogen überall viele Zigarettenstangen und Zigarren und schwammen im Hafen nun herrenlos um unser Schiff herum. Der Zoll kam wieder auf die Brücke: mit einem großen Koffer voller Zigarren, mehreren großen Beuteln prall gefüllt mit Stangen voller Zigaretten , Zigarren usw… sie waren erfolreich … danach konnten wir erleichtert die Heimreise antreten….
"Kapitän kommt nicht zurück an Bord!" Stichpunkt einer Reise von Y4BN ROS 311 Rudolf Leonhard Teil II In den schottischen Gewässern vor Ullapool in der Anat Bai im Jahre 06 .1983 . In Schottland damals wurde Klondiking also Fischerei ohne zu Fangen betrieben. Von schottischen und südwestenglischen Fischern wurde der Frischfisch Hering und Makrele abgekauft und an Bord von Schiffen der DDR und anderer aus RGW Ländern sofort verarbeitet. In der Freizeit konnte man an Land gehen , die Stadt Ullapool besuchen oder eine Wanderung durch die schottische Bergwelt und Bergseen zu machen . Ein paar Tage vor dem Ende der Fischerei ,vor der Heimreise nach Glasgow gab es noch ein besonderes Ereignis an Bord. Im Laufe des Tages fuhr der Kapitän von ROS 311 wieder an Land, in der Anat Bai ein paar Kilometer vor der Stadt Ullapool. Aber dieses mal war alles anders …Alle an Bord warteten … Es wurde immer später an Bord aber kein Kapitän kehrte zurück . Im Lautsprecher an Bord kam irgendwann die Nachricht aus Ullapool: Der Kapitän unseres Schiffes fliegt nach Westdeutschland so gut war mein Englisch auch, das ich das sofort verstand … So etwas gibt es auch nicht oft ..Eine ganz besondere Stimmung war auf dem Schiff .. Auf dem Schiff mussten nun die Vorbereitung und die Heimreise unseres Schiffes ohne unseren Kapitän durchgeführt werden , Was alles für Maßnahmen und von welchen Personen an Bord durchgeführt wurden ,das kann ich heute nicht mehr genau sagen ,aber es war alles anders auf dieser Reise … Wir traten dann die Heimreise über Glasgow nach Hause an …
Guten Tag ! Loggerreisen 1978 mit: Ros 104Luxenburg und ROS127 Seelenbinder -Stichpunkte der Reisen: - 1978 Fangplatz Ostsee - Schiffe auf dem Fangplatz : T. Münzer , Bitterfeld , Weimar , Magdeburg , Ossezky , Seelenbinder, Luxemburg, Weltfestspiele ,Junger Pionier und die Kutter von Saßnitz. -gefangene Fische und Meerestiere : Dorsch, Kabeljau, Hering 1 2 3 4-6 , Sprott , Seeskopion , Aal , Aalmutter, Steinbeißer Knackdorsch, Butt, Flunder, Scholle, Knurrhähne, Muscheln, Quallen und Seesterne… -im Netz gelandet sind unter anderem: Teile einer großen Küche ,Holz ,Baumstamme ,Steine, Teile von Netzen ,Seile , Teile von Flugzeugen, ein altes Auto total zersetzt bzw. verrottet, danach musste das Netz immer wieder repariert werden überall waren große Löcher .. , ein ca. zwei Meter großer Kessel oder Behälter mit Altöl oder schwarzer Schmiere danach musste der gesamte Fisch vernichtet werden es war alles verschmutzt .seltene alte Schuhe Totenköpfe und noch vieles mehr … -3Juli 1978 schwerer Sturm über der Ostsee es liegen vor Anker: Die Schiffe Magdeburg, Pionier, Münzer, Ossezky und Kutter SAS -05.12 1978 Einlaufen der vier Logger in den Hafen von Gdyina Tonbandgerät gekauft in Polen Erlebnis einer Brückenwache auf einem Logger : Im Hafen von Gdyina … kurz vor dem Auslaufen der Schiffe …. beendeten die Besatzungsmitglieder den Landgang in Polen und kamen an Bord zurück. Für die Brückenwache waren der Kapitän und ich eingeteilt und wir befanden uns auf der Brücke von dort aus konnte ich alles gut sehen was sich an Bord abspielte. Der polnische Zoll kam zu uns an Bord und war auf dem Weg zur Brücke zum Kapitän. Dann geschah es… ein Mitglied der Schiffsbesatzung kam noch schnell vom Landgang in Gdyina auf unser Schiff. Er wollte unter Deck gehen. In den Armen hielt er einen großen Beutel fest an sich gedrückt. Er lief dem Zoll, der schon wartete genau in die Arme. So nun ging es mit dem Zoll und dem vollen Beutel gleich auf die Brücke zum Kapitän. Natürlich hatte er uns vorher über die besonderen Verhältnisse des betreffenden Hafens und die Rechtsvorschriften sowie Sitten und Gebräuche vor dem Landgang aufgeklärt. Na ja, wir waren vier Logger im Hafen und viele hatten in Polen Spulentonbänder und andere schöne Sachen gekauft, das wusste auch der Zoll. Der Zoll ließ den Beutel ausräumen und es kamen mehre Flaschen mit Schnaps zum Vorschein ob es nun fünf oder sechs waren das weiß ich heute nicht mehr, auf jeden Fall waren es zu viele Schnapsflaschen.Der Kapitän musste nun die Situation retten, sonst hätte der Zoll alle Schiffe noch mal richtig auseinander genommen. Ich möchte nicht wissen was er alles gefunden hätte. Der Kapitän und der Zoll setzten sich an Bord und verhandelten.Der Kapitän holte Schnapsgläser stellte sie auf den Tisch und sie tranken den Schnaps, den der Zoll gerade beschlagnahmt hatte. Ich habe vom Kapitän den Auftrag erhalten den Koch sofort auf die Brücke zu holen. Nachdem der Kapitän etwas mit dem Koch besprochen hatte verschwand der Koch schnell wieder. Die Zeit verging und sie tranken weiter den Schnaps und verhandelten. Der Koch kam wieder, schwer tragend, mit einem großen Karton, voll mit Wurst und Fleisch zum Kapitän auf die Brücke. Der Zoll und der Kapitän verabschiedeten sich. Nun nahm der Zoll den Karton mit Wurst und Fleisch, den gesamten Schnaps und die Schnapsgläser, aus denen Sie grade getrunken hatten.Er steckte alles ein und ging von Bord. Vier Logger verließen schnell den schöne Hafen von Gdynia ….. Der Kapitän hatte wieder die Situation gerettet, es hätte auch anders kommen können…. 06 .12 1978 Auslaufen aus Gdyina Polen dampfen zum Fangplatz Rosa Luxemburg Heimreise nach Rostock 22.12 ROS127 Heimreise Einlaufen ROS 127 in Rostock
"1978 auf ROS301 Bertold Brecht " Guten Tag ! Stichpunkte aus meinem Reisetagebuch Im Jahre 1978 auf ROS301 Bertold Brecht 03.00Uhr Ankunft Haus der Hochseefischer 08.00 Uhr Berlin Schönefeld Reise Zollkontrolle Gepäckkontrolle, Besatzungsaustausch mit ROS 301 Bertold Brecht Abflug Berlin Schönefeld 15:20Uhr Landung in Schottland Prestwick alles bleibt an Bord kein Landgang 1Stunde Aufenthalt – 15:30Uhr Maschine klar 15:45Uhr Start Abflug nach Kanada 10000mHöhe 850kmh noch 6Stunden bis Gender Kanada, 21.30Uhr Landung Gender Kanada Schneetreiben -14 C Weiterflug über mehrere Zwischenstationen nach St.Johns in Kanada, Landung der Maschine in St.Johns Kanada 08.01 1978 St.Johns Harbour Kanada Newfoundland, Beginn Arbeiten an Deck, keine besonderen Vorkommnisse 09.01.1978 Heimatpost abgeschickt 10.01 an Bord von ROS 301 Brückendienst 16St.Arbeit 11.01Auf See mit ROS301 Brückendienst 2Korb 12.01 Brückendienst 40Korb ; 60Korb zwei Hacker , am Tag 12.00Uhr -12 C, in der Nacht 23.50Uhr -20 C 13.01 12.00 -24 .00 Arbeiten an Deck Aussetzen und Hieven 14.01 12.00 -24 .00 Arbeiten an Deck Aussetzen und Hieven, Unter Deck Fischverarbeitung in der Produktion Sobotnik Fisch Rotbarsch Heilbutt Hai Grundhaie( drei Grauesel ) 15.01 12.00 -24 .00 Arbeiten an Deck Aussetzen Hieven 16.01 12.00 -24 .00 Arbeiten an Deck -- Jagger Netz aufgefischt, Schiffe mit auf See in Labrador: Stuttgart, Kiel, Hannover, Bremen ,Mainz und die Wesermünde 17.01 12.00 -24 .00 Arbeiten an Deck Sauwetter, Eis und Schnee 18.01 12.00 -24 .00 Arbeiten an Deck Aussetzen Hieven 19.01 12.00 -24 .00 Arbeiten an Deck Aussetzen Hieven 20.01 12.00 -24 .00 Arbeiten an Deck Aussetzen Hieven 21.01 12.00 -24 .00 Arbeiten an Deck Aussetzen Hieven, Schlauchbootübergabe von Studttgardt, Chief Schortschel zum Dock er hat starke Rückenschmerzen, Ischiasnerv eingeklemmt, Spritze, Medikamente Schmerz beseitigt. 22.01 12.00 -24 .00 Arbeiten an Deck noch 46 Tage 23.01 Hacker 11.58 Uhr komplettes Rollengeschirr+ Scheerbrett weg 24.01 -24 C viel Eis, unter der Kurleine verhakt sich eine 20x20 Meter große Eisscholle durch viele Manöver wurde die Kurleine wieder befreit. Fangplatzwechsel wegen starkem Eis Weiter mit der Fischerei- Aussetzen Hieven und Brückendienst das Wetter auf See vor Kanada Eis Schnee Sturm Heimreise mit ROS 301 nach Rostock Brückenwache : über Funk : 09.03 Im Englischen Kanal 23.30Uhr Medey Medey Wassereinbruch bei einem französischen Schiff 17.03 mit ROS301 in Rostock eingelaufen Abgemustert - Heimreise
"1978 auf ROS 301 Bertold Brecht - Unfall vor Labrador "
1977-78 gab es auf ROS 301 einen schweren Unfall..Es ist schon ein paar Jahre her und falls ich etwas durcheinander bringe übernehme ich keine Garantie für die Erzählung. Es war eine Reise da war alles vorhanden vor Kanada, Eis ,Sturm ,Seekrankheit , Lehrjahre und Feuer von allen Seiten…Am liebsten wäre ich gleich wieder abgestiegen aber es war nun zu spät .Von der Seefahrt hatte ich keine Ahnung und tappte auch in jedes Fettnäpfchen was sich bot.Als wir uns noch weigerten Jungkanidaten zu werden, begann eine wunderschöne Reise… Aber es geht nicht um mich .. Wir waren in Kanada in Labrador, es war schon etwas bewegte See. Wir auf der ROS301 machten Übergabe mit einem anderen Schiff. Die Schiffe waren mit Festmachern an den Pollern verbunden der Sturm nahm zu und die Übergabe musste abgebrochen werden. Die Schiffe weiter zusammen zu lassen war zu gefährlich. Vorn wurden die Festmacher auf Kommando gelöst. Achtern sollten die Festmacher noch nicht gelöst werden. Der Druck auf den Festmacher Achtern erhöhte sich sehr. Die Decksleute sagten zu uns Lehrlingen dass wir in Deckung gehen sollten, vielleicht haben sie uns dadurch das Leben gerettet. Die Decksleute darunter auch der Windenfahrer ,Netzmacher und Bestmann versuchten den Festmacher zu halten. Es war zu spät der Sturm hatte so eine Kraft erreicht und trennte die beiden Schiffe mit Gewalt. Es ging so schnell, ich versuche es dennoch zu beschreiben Die Decksleute flogen etwas in die Luft und der Festmacher wurde mit einer rasenden Geschwindigkeit durch den Poller gezogen, die Schiffe stoben auseinander. Der Festmacher hatte so eine Art Kettenglied aus Eisen eingearbeitet und als der Festmacher durch den Poller geschleudert wurde, zerschmetterte das Kettenglied den Unterschenkel des Windenfahrers . Der Windenfahrer wurde beiseite gezogen und der Rest vom Festmacher flog durch den Poller in die tobende See. Sofort wurde Hilfe geleistet, der Windenfahrer wurde so gut es ging versorgt, er hatte sehr starke Schmerzen. Später liefen wir nach St.Johns ein. Dort in ein Krankenhaus in St.Johns wurde der Windenfahrer geschafft und weiter ärztlich versorgt. Ob der Windenfahrer jemals wieder gefahren ist, weiß ich nicht. Ich habe es bis heute nicht vergessen … Die Reise ging weiter genau so wie sie begonnen hatte drei Monate Eis, Sturm, Fisch und Schnauze voll
Dr. Christa Anders Dr. Christa Anders